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Wie alles begann Laue

Als unsere Gründerin Grete Laue 1974 den Entschluss fasste, ein Geschäft für Festtagskleidung zu eröffnen, ahnte sie nicht, dass "dies mal wirklich in Arbeit ausarten würde". Nachdem alles mit Second-Hand-Kleidung im 24 m² großen Schlafzimmer von ihr begann, wurde in den folgenden Jahrzehnten viel gebaut. Inzwischen wird unser Geschäft in Tellingstedt nach diversen Um- und Anbauten auf ca. 4000 m² in dritter Generation geführt.

An dieser Stelle möchten wir Dir einen kurzen Einblick in unsere lebhafte Unternehmensgeschichte geben.

Von der Landwirtschaft zum Second-Hand-Laden

Grete Laue war eine bemerkenswerte Frau der Tat, die ursprünglich aus der Landwirtschaft kam. 1974 musste sie diese Arbeit jedoch aufgrund eines Rückenleidens aufgeben. Nun fühlte sie sich mit 50 Jahren aber noch zu jung, um ihre Hände in den Schoß zu legen. Von vielen Feierlichkeiten auf dem Dorf hatte sie die Erfahrung gesammelt, dass viele Damen stets die selben Kleider trugen. Da kam ihr schließlich die Idee, ein wenig Bewegung in die Kleiderschränke zu bringen, indem sie einen Second-Hand-Laden auf dem platten Land eröffnen wollte.

Von den Männern der Familie belächelt, schmiedete sie mit ihrer ältesten Tochter Kirsten erste Pläne. Gemeinsam mit ihrer Freundin Edith fuhr sie nach Hamburg, besuchte das Geschäft Secondella und war sofort Feuer und Flamme. Beeindruckt und voller Tatdrang ging es zurück nach Dithmarschen, wo in Hochgeschwindigkeit an der Umsetzung der Idee gefeilt wurde. Unter den zweifelnden Blicken von Mann und Schwiegersohn in spe räumte die resolute Bäuerin a.D. ihr Schlafzimmer aus und schuf dort mit Tochter Kirsten ihr erstes kleines Reich.

Am 15. November 1974 war es dann schließlich soweit und der Second-Hand-Laden in Tellingstedt wurde eröffnet. Der erste Ladeneingang war zunächst die Haustür vom alten Osterhof (Name des Bauernhofes, Anm. d. Red.). Von da aus ging es über den Hausflur in den Geschäftsraum (das ehemalige Schlafzimmer), wo die über eine Zeitungsannonce ("Gut erhaltene Abend- und Brautmode gesucht", Anm. d. Red.) zum Verkauf bereitgestellten Kleider gezeigt wurden. Das Badezimmer wurde zur Kundentoilette, das ehemalige Kinderzimmer zur ersten Umkleidekabine und fertig war das Tellingstedter Second-Hand-Geschäft. "Am Anfang haben wir uns richtig gewundert, dass wirklich die Tür aufging und Kunden zu uns kamen", schmunzelt unsere Geschäftsführerin Kirsten Jürgensen noch heute über die ersten Wochen und Monate.

Zunächst begutachteten auch Gretes Ehemann Hans Laue und Sohn Joachim noch jeden Kunden staunend durchs Schlüsselloch und fragten sich ungläubig, wie lange das wohl nun noch so weitergehen würde. Schon bald wurde das kleine Geschäft inmitten grüner Wiesen immer beliebter und die Männer legten ihre Skepsis ab.

Second-Hand-Laden nur als kurze Durchgangsstation

Doch bald bemerkten die ungelernten Quereinsteigerinnen Grete Laue und ihre Tochter Kirsten, dass die Waren, die ihnen im Second-Hand-Laden auf Kommissionsbasis zum Verkauf überlassen wurden, nicht immer dem entsprachen, was ihre Kundinnen tatsächlich suchten. Als ihre Männer auf einer kleinen Segeltour waren, redeten sich die beiden Frauen gegenseitig heiß und fassten einen entscheidenden Entschluß: Neuware musste her.

So ging es schon ein Jahr nach der Eröffnung 1975 erstmals nach Hamburg, ins damals gerade eröffnete Modezentrum, zum Einkauf der neuen Kollektionen. Stilecht im knallgelben Käfer.

Kirstens Leidenschaft fürs Bauen

Eine von Kirstens Leidenschaften ist auch das Bauen. So hat sie nicht nur ihr Wohnhaus ständig verändern lassen, auch der Laden durfte stetig wachsen. Betrug die Ladenfläche 1988 noch rund 2000 m², hatte sich die Fläche bis 2014 auf mehr als 4000 m² verdoppelt. Das zugehörige Café "Osterhof" wurde ebenfalls ordentlich vergrößert und verfügt inzwischen über einen Raucherbereich und einen schönen Wintergarten.

Gleichzeitig wuchs auch unser Team auf mittlerweile über 150 Angestellte. Dass viele unserer Mitarbeiterinnen nun schon 20, 30 oder sogar noch mehr Jahre im Unternehmen sind, macht uns unheimlich stolz.

Viele Anbauten bedeuteten natürlich auch viele Richtfeste und die werden - genau wie die Weihnachtsfeiern oder sonstige Veranstaltungen - bei uns zünftig gefeiert.

Seit 2013 führt Kirsten gemeinsam mit ihrem Sohn Henning unseren Laden. So ging schließlich noch einer der innigsten Wünsche von Unternehmensgründerin Grete Laue zu ihren Lebzeiten noch in Erfüllung.